110 min
© 2004
Joaquin Phoenix, John Travolta
Action

Im Feuer liefert einen Tribut an Feuerwehrleute und beschäftigt sich mit jenen Menschen, die beruflich ihr Leben riskieren. Regisseur Jay Russell beschäftigte sich ähnlich ernsthaft mit seinem erinnerungswürdigen Familienfilm Mein Hund Skip, und obwohl das ultra-konventionelle Drehbuch von Lewis Colick viele Banalitäten beinhaltet, schafft Im Feuer so viel Respekt für die Feuerwehrmänner in Baltimore, dass man sich unweigerlich emotional zu Menschen wie Jack (Joaquin Phoenix) hingezogen fühlt – einem Feuerwehrmann, dessen Karriere, Umwerbung seiner zukünftigen Ehefrau, Ehe und Vaterschaft im Rückblick gezeigt wird, während er in der zur jetzigen Zeit spielenden Rahmenhandlung im brennenden Inneren eines zusammen fallenden zwanzigstöckigen Hochhaus von seinen befreundeten Feuerwehrkameraden abgeschlossen um sein Leben kämpft. In den gemeinhin bekannten Szenen über Männerfreundschaften, gefährlichen Rettungsaktionen, Verletzungen, Todesfällen und der unterstützenden und doch besorgten Haltung von Jacks Frau (Jacinda Barrett) gibt es nichts Neues zu sehen, aber sobald sich der Film auf die einfache Unverfälschtheit von Jacks persönlicher und beruflicher Hingabe fokussiert, gibt der Film Joaquin Phoenix die Gelegenheit, sich selbstlos zu profilieren, wobei ihn John Travolta als Jacks Mentor und überzeugter Feuerwehrhauptmann dezent unterstützt. Im Feuer ist in vielerlei Hinsicht Routine, aber der Film liefert den Helden der Arbeiterklasse eine wohl verdiente Huldigung.